Fliegenfischen an der oberen Möhne von Erich Brinkhoff

Gute Fließgewässer sind in unseren Breiten und gerade hier bei uns im Sauerland dünn gesät. Durch Dinge wie die hohe Bevölkerungsdichte im Umland, die übermäßige Düngung in der Landwirtschaft, den massiven Befischungsdruck vieler unlimitierter Strecken und letztlich dem Kormoraneinfall sind die Fischbestände vielerorts drastisch eingebrochen und einer der "Urfische" in der Region, die Äsche, weitestgehend ausgerottet worden.

 

 
 
Um so stolzer sind wir auf unsere Obere Möhne!
Der in diesem Bereich 6-12 Meter breite, durchschnittlich 50-150 cm tiefe Niederungsfluss mäandert in den meisten Bereichen ungehindert und naturbelassen durch die wunderschöne Landschaft aus Wäldern, Wiesen und Feldern des Naturschutzgebietes Arnsberger Wald.
In den letzten Jahren haben wir uns als Pächter zusammen mit den Landeignern, Kennern der Flora und Fauna im Sauerland und versierten Fischereibiologen zusammengetan und betreiben seitdem konsequent, effektiv und nachhaltig modernen Gewässerschutz mit dem Ziel, den ursprünglichen Charakter des Flusses zu erhalten, teilweise durch Renaturierung zurückzugewinnen und den Fischbestand zu stärken.
Und es bereitet uns große Freude zu sehen, dass sich im Laufe der Jahre absolut ausgezahlt hat!
Der hervorragende Fischbestand, die vielen Sing- und Wasservögel sowie die natürliche Ausbreitung der Flora sind ein eindeutiges Indiz dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
 
 
Fischerei:
Durch das für einen Niederungsbach bei normalem Wasserstand sehr klare Wasser bietet die Obere Möhne dem Fliegenfischer eine ungewöhnlich gute Sichtfischerei mit Nymphe und Trockenfliege. Das verstärkte Äschenvorkommen und deren rege Steigfreudigkeit sowie das hohe Insektenaufkommen motiviert auch Forellen und Saiblinge zur stetigen Nahrungsaufnahme an der Oberfläche oder kurz darunter.
Aber auch eine tief geführte Nymphe bringt bei richtigen Bedingungen oft Erfolg, besonders auf große Äschen und auf Forellen jenseits der 50cm-Marke, die gerne in den tiefen Kolken und Kurven des sehr ursprünglichen Flüsschens anzutreffen sind.
Der Verlauf der Oberen Möhne ist abwechslungsreich und sehr unterschiedlich von der Struktur. Kiesige Rieselstrecken, die sich in tiefere Gumpen ergießen, lehmige Grundstruktur mit tief ausgespülten Kurven, langsam fließende Abschnitte in den Waldgebieten mit reichlich Standplätzen in unterspültem Wurzelwerk, Wehre, Brücken... hier sollte jeder seinen Lieblingsplatz finden.
In einigen Bereichen kann man vorsichtig waten, bewährt hat sich jedoch die extrem spannende Pirsch möglichst vom Ufer aus, denn die bei niedrigem Wasser auch schon mal heiklen Fische sehen bei dem klaren Möhnewasser den Fischer oft, bevor dieser die Fische sieht! Die Möhne ist eben mal erfrischend unkompliziert und mal zermürbend anspruchsvoll, so wie es ein gutes Fischwasser sein soll!
 
 
 
 
 
 
 
 
Die friedliche Stimmung im Tal der Oberen Möhne läd zudem trotz aller fischereilichen Spannung zum Verweilen ein. Eine deftige Brotzeit in einer an frühere Zeiten erinnernden Natur, dabei im Gras sitzen, die Stille genießen, die Goldammer und den Zaunkönig am Ufer beobachten und steigende Fische für den nächsten Wurf ausmachen....was will man mehr?!
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Wasserstand der oberen Möhne!




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